Janus

Name:

Geburtsname:

Geburtsdatum/Alter:

Augenfarbe:

Haar:

Charakter:

Beruf:

Ständiger Begleiter:

 

Vorgeschichte:

 

Janus

Jack Graysmark

26.03.355 (21)

Grünblau

Blond, lockig

Freundlich, unscheinbar, belesen

Student

Chronius (Zeitdämon)

 

Janus ist der Sohn eines Illusionsdämons, hat seinen Vater jedoch nie kennengelernt. Seine Mutter kommt durch einen Autounfall ums Leben, weshalb er einige Jahre im Waisenhaus verbringt. Dort wird er von den Hexen entdeckt. Die Triade bringt ihn zu der Ausbilderin van Helsing, bei der er alles über die Welt der Hexen lernt.

Kurz nach seinem 21. Geburtstag bindet er den Zeitdämon Chronius an seine Seele, mit dem er sich auf sein großes Abenteuer durch die Zeit begibt.

 

Janus

(Zeithexer)


Anmerkung der Autorin: Einige Geschichten aus Cataracta spuken mir schon sehr lange im Kopf herum. Zum National Novel Writing Month 2012 hatte ich den ersten Versuch gewagt, die Geschichte aufs Papier zu bringen. Doch sie verlief sich im Sande ...

Drei Jahre später wagte ich mich wieder an das Projekt, doch es blieb die Frage, wie man all die historisch zum Teil sehr weit auseinanderliegenden Ereignisse miteinander verknüpfen könnte. So kam die Idee der Zeitreise durch eine Fantasy-Welt ins Spiel und schnell war auch klar, welche Art Hexer Janus sein musste: Ein Zeithexer, der nach Lust und Laune in die Vergangenheit seines Landes reisen konnte. Und so begann seine Geschichte, wie er den Held in sich selbst findet.


#CharactersOfSeptember Challenge

Tag 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 8

 

 

 

 

Tag 9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 12

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 14

 

 

 

 

 

 

Tag 15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 16

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 19

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 20

 

 

 

 

 

 

 

Tag 21

 

 

 

 

 

Tag 22

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 23

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 25

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 26

 

 

 

 

 

 

 

Tag 27

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 28

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 29

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 30

Selbst vorstellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbst beschreiben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieblingszitat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerüchteküche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unverzichtbar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anderssein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Etwas Unbekanntes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entspannung

 

 

 

 

Hasswort

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wunder Punkt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geburtsort und -datum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geburtstag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kindheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glück oder Pech

 

 

 

 

 

 

Streber oder Klassenclown

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dank an die Eltern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freundschaften

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bester Freund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sympathie zeigen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zweite Chance

 

 

 

 

 

 

 

Meinung anderer

 

 

 

 

 

Wunscheigenschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbstzweifel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stolz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kritikfähigkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Größter Erfolg

 

 

 

 

 

 

 

Um Hilfe bitten

 

 

 

 

 

 

 

 

Bester Rat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Träume und Ziele

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zukunftsvision

- Endlich dreht sich alles um Janus. Ein Monat nur Janus~ 

Eigentlich steht er gar nicht gern im Mittelpunkt, aber da kommt er nicht mehr drumherum. Wir starten mit der Bitte: Stell dich vor!

* Ja ... Hallo! Dann fange ich mal an: Ich bin Janus, bin ein Zeithexer seit ... ein paar Monaten. Ich habe, ehrlich gesagt, ein bisschen den Überblick verloren, wie lange das jetzt her ist. Nach Gegenwartszeit ziemlich genau 3 Monate - mit Stand vom Ende des 2. Teils.

Ähm ... was wäre noch über mich interessant? Ich bin Student - zumindest noch. Und zwar an der Herrenburg Universität, aber in letzter Zeit habe ich mich eigentlich nur in der Vergangenheit herumgetrieben. Oder im Krankenhaus.

 

- Janus muss sich heute selbst beschreiben!

* Was willst du denn beschrieben haben? Optik oder Charakter?

- Beides?

* Na gut. Ich bin normal groß, schlank, aber ich achte nicht wirklich darauf, was ich esse oder wie viel ich mich bewege. Wobei es in den Götterbergen auf jeden Fall mehr Bewegung und weniger Essen gibt.
Ich habe blonde Locken und ursprünglich hatte ich grünblaue Augen, mittlerweile sind die aber richtig golden.

+ Ja, so wie meine.

- Chronius, misch dich da nicht ein, es geht um Janus!

+ Wenn es um Janus geht, geht es automatisch auch um mich! Schließlich teilen wir uns einen Körper. Und wenn es darum geht, seinen Charakter zu beschreiben, kann ich das viel besser: Er ist ein Oberlehrer, ist unsicher und verklemmt. Und Dank mir ist er wenigstens gut und immer der Situation angemessen gekleidet.

* Höflich und anständig hast du vergessen. Du bist dafür frech, notgeil und unsensibel. Aber hinter der harten Schale steckt ein weicher Kern, nicht wahr?

+ Das muss aber keiner wissen!

 

- Jetzt geht es um Janus Liebelingszitat:

* Das ist schwer! Ich lese so viel oder höre Musik. Na gut, das habe ich viel, bevor die Zeitreisen losgingen. Ich kann mich da nur schwer entscheiden. Mh ...
Ich denke, es ist "Beginne deine Reise. Es ist Zeit, deine Reise zu beginnen, den Helden in dir selbst zu finden." von Oliver S.Tyr. Vielleicht, weil es meine Situation gerade besonders gut beschreibt. Ich hoffe zumindest, dass ich irgendwann so etwas wie einen Helden in mir finden werde.

+ Den hast du doch schon.

* Meinst wohl dich selbst?

 

- Gibt es ein Gerücht über dich?

* Über mich? Na ja, die Frage müsstest wohl eher du beantworten - ich erfahre von so etwas meistens erst, wenn es zu spät ist. Vielleicht kann ich irgendwann mal Erinnerungen löschen. Jedenfalls geht Phobos in der Revolutionszeit davon aus, dass ich das könnte. Das zählt eventuell als Gerücht.
Bei Chronius weiß ich aber, dass die Überwesen denken, er wäre komplett irre. Oder sadistisch. Auf jeden Fall haben viele keine gute Meinung von ihm.

+ Daran ist nur Konkan Schuld! Du weißt, dass das nicht stimmt.

* Zumindest zum Teil, ja.

+ Stell mich doch nicht schlimmer hin, als ich bin! Man sagt, ich wäre ein guter Dichter.

* Du hast einmal gedichtet und das war ... ausbaufähig. Aber davon können sich die Leser ja bald selbst überzeugen.

 

- Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

* Verzichten musste ich schon früh lernen und jetzt kommen auch wieder viele Situation dazu, in denen ich verzichten muss. Aber eigentlich fehlt mir vieles gar nicht.

+ Oh, jetzt tut er so bescheiden. Ich weiß ganz genau, worauf du nicht verzichten kannst! Waschen und baden ist so etwas - wie ein Keimphobiker.

* Das hat mit einer Phobie überhaupt nichts zu tun und du bist wieder sehr unsensibel. Aber ja, auf Sauberkeit kann und will ich nicht verzichten. Auch wenn ich in der Wildnis lebe. Egal wie kalt das Wasser ist, ich wasche mich.

- Und das zweite?

* Bücher. Auf lange Sicht sind es, denke ich, Bücher.

+ Streber ... Eigentlich wollte er etwas anderes sagen ...

 

- Die nächste Frage ist leicht zu beantworten: In welcher Hinsicht bist du anders als andere Menschen oder Wesen?

* Leicht ist relativ. Ich bin anders, weil ich ein Halbwesen bin und seit drei Monaten Hexer.

- Ja ... das ist doch etwas ungenau. Würdest du das den Lesern bitte erklären?

* Na klar, gerne. Mein Vater ist ein Illusionsschatten, das ist eine Art der Dämonen. Meine Mutter ein Mensch und ich bin dementsprechend ein Halbwesen. Halbwesen vereinen menschliche und übernatürliche Eigenschaften in sich und das ist auch die Grundvoraussetzung dafür, Hexe zu werden. Ein Halbwesen ist erst dann Hexe, wenn es ein Überwesen in sich gebunden hat. Entweder einen Geist oder einen Dämon. Bei mir ist das Chronius, er ist ein Zeitdämon, wie man bei seinem Namen vielleicht schon vermuten kann.

+ Um ganz genau zu sein einer von drei Zeitdämonen der ersten Überwesengeneration. Nach Überwesenverständnis habe ich keine Geschwister, weil ich der einzige Dämon der Vergangenheit bin. Den Träumer, eigentlich Koga, und Genjû nenne ich aber meine Geschwister. Sie beschützen Zukunft und Gegenwart.

* Die werden die Leser im zweiten Teil auch genauer kennenlernen. Zumindest Koga.

+ Mh ...

* Ach, was vielleicht noch interessant ist: Mir ist aufgefallen, dass Dämonen in deiner Welt so negativ behaftet sind. Das ist bei uns anders. Geister und Dämonen sind Naturwesen und eigentlich neutral belegt. Klar kann man trotzdem so ein Negativbeispiel wie Chronius erwischen.

+ Hat er das gerade wirklich gesagt?

 

- Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?

* Einiges ... ich gehe mit meinem Leben nicht gern hausieren. Die, die es wissen müssen, erfahren es.

- Willst du vielleicht trotzdem ein Beispiel geben?

* Nein ... das möchte ich nicht ...

- Und wie sieht's bei dir aus, Chronius?

+ Soll ich von Janus etwas ausplaudern oder bin tatsächlich ich angesprochen?

- Natürlich du! Wenn Janus das nicht möchte, dann sollten wir das auch respektieren - und ja, ich weiß, dass dir das schwerfällt.

+ Pfff. Na schön - ich bin nicht so ein Geheimniskrämer! Die meisten wissen wahrscheinlich nicht, dass meine Lieblingsfarbe Grün ist.

 

- Wie entspannst du dich am liebsten?

* So wie du: Heißes Bad oder Dusche und ein gutes Buch. Oder - nicht wie du - mit Chronius auf der goldenen Bahn oder einem Hochhaus sitzen und die Aussicht genießen.

 

- Ich denke, bei dieser Frage wird Chronius sofort anspringen: Welches Wort bringt dich auf die Palme?

+ Oh ja! Es ist kein Wort - es ist ein Nebensatz. Es ist die bescheuertste Antwort, die mir Janus jemals gegeben hat - und das immer wieder!

* Sag es doch einfach.

+ WEIL ES SICH NICHT GEHÖRT.
Was ist das für eine Antwort? Das macht mich wahnsinnig. Wer sagt denn, dass sich irgendetwas nicht gehört? Ich sag dir was: das, wovon du der Meinung bist, dass es sich nicht gehört, macht man in Südstadt am laufenden Band und da ist das normal!

* Jetzt geht das wieder los *seufz*

 

- Es wieder persönlicher und auch, wenn ich weiß, dass du dich mit solchen Fragen schwertust, bitte ich dich, zu antworten: Gibt es in deinem Leben etwas, mit dem du nicht richtig abgeschlossen hast. Wenn ja, was?

* Ja, solche Fragen kann ich wirklich nicht leiden.
Na ja ... das meiste versuche ich zu verdrängen. Die Sache, dass ich meinen Vater nicht kenne zum Beispiel. Als meine Mutter gestorben ist, war ich zu klein, um irgendetwas zu begreifen. Dass er ein Illusionsschatten war, ist relativ leicht herauszufinden, schließlich habe ich auch ein paar Talente geerbt. Im Kinderheim ist mir das dann erst richtig bewusst geworden, dass ich anders bin und ... ja. Aber ich tröste mich damit, dass kaum ein Halbwesen weiß, wer der Vater ist. Es ist ein Schicksal, das wir teilen.
Ja ... und gerade die Zeit im Heim ist etwas, dass mir noch nachhängt. Ich war nicht lange dort und auch da noch sehr jung, um tatsächlich viel zu wissen oder begriffen zu haben, aber manchmal wühlt es mich auf. Deswegen rede ich auch nicht gern darüber ...

 

- Wann und wo wurdest du geboren?

* Am 26. im dritten Monat 355 nach Dante. Und zwar in Bärfeld. Das ist ein ganzes Stück südlich von Herrenburg. Ich kann mich nicht daran erinnern, wie es dort war.

- Und du, Chronius?

+ Bei mir ist das nicht so leicht zu beantworten. Als ich geboren wurde, hat noch kein Mensch Tage und Wochen gezählt. Ich bin ein Überwesen der ersten Generation und wurde mit der Schöpfung der Welt zusammen mit meinen Geschwistern geboren. Mich gibt es also von Anfang an und ich bin 1669 Jahre alt. Ja, diese Welt ist noch recht jung, verglichen mit dem Ding, was du auch Erde nennst. Dafür gibt es hier Überwesen, die alles ein bisschen angekurbelt haben. Und natürlich meine Mutter Konkan ...

 

- Wir bleiben bei dem Geburtstagsthema: Feiert ihr euren Geburtstag und was bedeutet er euch?

+ Pfff. Feiern. Es ist der Geburtstag von ziemlich vielen Überwesen und der Erde. Und ich habe diesen Tag lange Zeit allein verbringen müssen. Das war reichlich öde und es interessiert auch keinen. Sowas hat für Überwesen keine Bedeutung. Wobei ich einer ordentlichen Party nicht abgeneigt wäre, aber für sowas ist Janus zu lahm.

* Ich feiere meinen Geburtstag eben gern im kleinen Kreis. Van Helsing hatte sich immer große Mühe gegeben, wenn ich Geburtstag hatte. Der 21. war jetzt besonders wichtig, weil es das Mindestalter für eine Bindung ist. Kurz nach meinem 21. Geburtstag habe ich Chronius gebunden und bin Hexer geworden. Eine große Party gab es deswegen nicht. Deimos hat aber einen sehr guten Whisky für mich aufgemacht.

 

- Wie und wo bist du aufgewachsen?

* Einen Teil davon, habe ich ja schon erwähnt. In Bärfeld habe ich nicht lange mit meiner Mutter gewohnt. Wir waren nach Herrenburg umgezogen. Dort hatte sie den Autounfall und dann kam ich ins Heim. Ich war fünf Jahre alt, als mich Aphrodite fand und zu van Helsing brachte. Ab da wurde es besser. Ich wuchs in einem riesigen Herrenhaus auf. Riesiger Garten, wahnsinnig tolle Bibliothek. Ich hatte viel Unterricht: Geschichte, Literatur, natürlich auch Naturwissenschaften. Und auch sehr viel, was normale Kinder nicht lernen. Medizinische Grundlagen, natürlich Hexenkunde. Van Helsing hat mich auf mein Leben als Zeithexer vorbereitet. Aber da wusste ich noch nicht, was eigentlich auf mich zukommt. Ich fange jetzt erst an, das zu begreifen.

 

- Warst du ein glückliches Kind?

* Ja - zumindest ab der Zeit, die ich bei van Helsing verbringen konnte. Ich hatte Glück im Unglück, auch wenn der Start alles andere als schön war. Sie ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig und distanziert, aber sie hat alles dafür getan, dass es mir gut geht.

 

- Diese Frage ist auch leicht zu beantworten: Warst du gut in der Schule?

* Ich war eigentlich in keiner Schule ...

+ Aber ein Streber bist du trotzdem! Mann, was du alles weißt ... Nicht nur einmal hat er mich in Verlegenheit gebracht, aber das ändert sich jetzt glücklicherweise. Hast du eigentlich Noten bei der Mittelalterschnalle bekommen?

* Sie heißt van Helsing und nein. Wenn ich etwas nicht zu ihrer Zufriedenheit wusste, haben wir es so lange wiederholt, bis es saß.

+ Oh Mann. Ich bin immer wieder froh, dass wir uns zu dieser Zeit noch nicht kannten ...

 

- Wofür bist du deinen Eltern dankbar?

* Viel hatte ich von ihnen ja nicht. Aber bei meiner Mutter bin ich dankbar, dass sie mich so angenommen hat, wie ich bin. Ich denke, dass ich ihr sehr wichtig war und es sie nie gestört hat, dass ich eben ein Halbwesen bin ...

- Chronius ist ja heute ganz still - willst du nicht auch etwas zu deiner Mutter sagen?

+ Nein danke - da verzichte ich. Ich würde mich nur aufregen.

* Er regt sich schon auf. Aber scheinbar will er ausgerechnet dabei nicht, dass es alle hören.

+ Pfff.

 

- Ich hoffe, Chronius hat sich wieder beruhigt.

* Ja, alles halb so wild.

- Okay~, dann kommen wir zur nächsten Frage: Hast du viele Freunde?

* Nein. Meine Freunde kann ich an einer Hand abzählen und auffällig dabei ist, dass es niemand in meinem Alter ist. Von der Triade ist Deimos schon 100 Jahre älter als ich, Aphrodite um die 200.
Mit Phobos werde ich jetzt erst warm. Die Sache mit seinem Dämon hat da für viele Spannungen gesorgt, aber seit ich ihn auch in der Vergangenheit kennenlerne, wird es besser. Mit gleichaltrigen hatte ich dann erst so richtig an der Uni zu tun und da waren mir viele einfach zu ...

+ Blöd. Sag's doch einfach.

* Das ist nicht ganz das richtige Wort ...

- Ich verstehe, was du meinst. Und Chronius? Wie sieht's bei dir aus?

+ Da ich 1669 Jahre in Einsamkeit auf der Goldenen Bahn verbracht habe - und du das sehr genau weißt -, hält sich das mit den Freunden in Grenzen. Allerdings haben Janus und ich festgestellt, dass es trotz der Gerüchte über mich einige Überwesen gibt, die mich schätzen. Faun als Freund zu bezeichnen, wäre aber zu gewagt. Obwohl wir ähnliche Vorlieben teilen.

 

- Du jetzt einige Personen ins Rennen geführt, aber  die Leser wollen auch wissen, wer dich am besten kennt.

* Chronius.

+ Janus.

* Das ist unangefochten. Auch wenn er am Anfang ganz schon anstrengend war, ist er mein bester Freund.

+ Ich bin immer noch anstrengend, wenn ich will. Aber ja, mittlerweile ist es richtig schön, so wie es ist. Dafür, dass ich ihn am Anfang umbringen wollte, sind wir weit gekommen.

 

- Wie zeigst du, dass du jemanden nett findest?

+ Das will ich für ihn beantworten!

* Chronius! Nein!

+ Er grinst dämlich.

* Chronius!

+ Er eiert herum und kratzt sich am Hinterkopf und-

* Hör auf!

+ Er verliert komplett die Fähigkeit, auch mal Nein zu sagen.

* Das ist so nicht richtig!

+ Und er wird beim Anflug eines Kompliments oder vielleicht sogar eines schlüpfrigen Gedankens so rot, dass er den Verkehr in Herrenburg damit stilllegen könnte.

* Es geht hier doch nicht um nett finden im Sinne von ...

+ Das ist mir doch Rille, um welche Interpretation von Nett-Finden es hier geht. Ich habe dich aus der Fassung gebracht, das reicht mir.

*Janus ist übrigens knallrot*

* Ich habe gestern gesagt, er wäre mein bester Freund, richtig? Ich denke, das nehme ich zurück.

 

- Gibst du anderen eine zweite Chance?

* Würde ich es nicht tun, würde das mit Chronius nicht funktionieren.

+ Ja, er neigt dazu, viele zweite Chancen zu geben. Aber jetzt hat er ja glücklicherweise jemanden, der mit darauf achtet, dass er trotzdem nicht zu kurz kommt. Stimmt's?

* Ja Chronius, du bist ein Heiliger ...

 

- Ist es dir wichtig, was andere von dir denken?

* Bevor Chronius die Wahrheit wieder zu sehr ausschmückt: Ja, leider oft viel zu sehr. Zumindest bei Leuten, die mir wichtig sind und bei denen ich das Gefühl habe, Leistung bringen zu müssen.

 

- Welche Charaktereigenschaft hättest du gern?

* Manchmal wäre ich gern so kaltschnäuzig wie Chronius. Ich denke, das würde mir viel ersparen.

+ Allerdings! Andererseits wäre ich manchmal gern ... ich weiß nicht. Ich denke, ich wäre manchmal gern mehr wie mein Bruder.

* Echt jetzt? Du regst dich ständig über ihn auf! Er wäre lahm, etepetete, geheimnistuerisch, ...

+ Ich habe ja auch MANCHMAL gesagt. Als ob ich den ganzen Tag in einer dunklen Höhle in nem arschkalten Teich sitzen und Menschen vor Unglücken warnen wöllte. Aber seine Gelassenheit wäre manchmal ... praktisch.

 

- Die Frage wird Chronius jetzt auch gefallen - zumindest, wenn er sie für dich beantworten kann: Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

+ Immer. Ständig. Nie zu wenig.

- Janus, willst du vielleicht für Chronius antworten, wenn er das bei dir so bereitwillig macht?

* Verdient hat er's! Er hat in letzter Zeit viel an sich gezweifelt. Besonders, was seine eigenen Fähigkeiten betrifft. Wie schon ein paar Mal erwähnt, ist er sehr alt und von Beginn der Geschichte von Cataracta dabei, trotzdem weiß er vieles nicht, was er eigentlich wissen müsste. Der Träumer, also Chronius Bruder, hat ihn das auch mehr als einmal spüren lassen.

+ Dieser selbstgefällige Spinner ...

* Ich denke aber, dass Chronius genau das braucht: einen unfreundlichen Tritt in den Allerwertesten. Dann bewegt sich etwas.

 

- Bist du stolz auf dich?

* Ähm ...

+ Klar bist du das - und kannst du auch sein!

* Ja ... ja, ich bin stolz auf mich. Ich habe viel erlebt und geschafft in den vergangenen Wochen. Aber jetzt darf ich ja gar nicht so genau sagen, weshalb ich stolz auf mich bin. Das ist jetzt schon irgendwie schade ... na ja, zum Glück gibt's den zweiten Teil jetzt bald zu kaufen, dann können alle selbst lesen, warum ich stolz auf mich bin.

 

- Wie gehst du mit Kritik um und welche hat dich am stärksten getroffen?

* Ich denke, ich komme mit Kritik ganz gut klar. Zumindest lerne ich es jeden Tag mit meinem Untermieter. Chronius ist da dünnhäutiger.

+ Pfff. Mein Bruder hat sich da ja auch wieder Sachen rausgenommen, die-

* Er hatte recht damit.

+ Jaaaaaaa ... aber trotzdem hätte er das anders sagen können.

* Hätte er dich streicheln und umarmen sollen?

+ Als ob du Kritik immer so gut abkannst! Du flippst vielleicht nicht aus, aber dafür wälzt du dann tagelang Gedanken durch die Gegend. Was hab ich falsch gemacht, wie kann ich es besser machen, buhu! Oder das eine Mal, als ich meinte, du würdest immer zurückstecken! Eingeschnappt warst du dann! Das hat schon ganz schön an dir gekratzt.

* Mh ... da hast du leider recht.

 

- Was würdest du - oder vielleicht auch ihr beide - als größten Erfolg bezeichnen?

* Dass ich mit ihm auskomme.

+ Mehr dürfen wir nicht verraten, sonst wird ja gespoilert und das wäre ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz schlimm.

* Ich sehe es trotzdem als Erfolg, dass wir uns so toll zusammengerauft haben.

 

- Auch wieder eine schöne Frage: Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?

* Nein.

+ Wenn er etwas anderes gesagt hätte, wäre ich wieder aufmüpfig geworden.

* Das wollen wir natürlich nicht ... Aber ja, es fällt mir wirklich schwer. Ich denke oft, ich muss alles allein schaffen - oder ab jetzt eben nur mit Chronius.

 

- Was war der beste Rat, den du jemals bekommen hast?

* Mh. Da gab es viele. Ich denke, es ist etwas, das mir Aphrodite mal gesagt hat. "Finde das, was nicht zu dir passt." So hatte ich Chronius in meiner Seelenwelt gefunden, aber man kann das auch weiterspinnen. Jeder nimmt irgendetwas in sich auf, das nicht zu ihm passt oder nicht er selbst ist. Es belastet und muss irgendwann gefunden werden, um es tatsächlich anzunehmen und zu integrieren oder abzustreifen. Der Satz kommt mir immer wieder in den Sinn. Vielleicht wird er aber auch irgendwann ersetzt - ich habe ja hoffentlich noch viele Jahre vor mir.

 

- Vorletzte Frage: Welchen Traum hast du? Welches Ziel verfolgst du und warum?

* Mh ... Nach dem, was ich bisher gesehen und erlebt habe, wünsche ich mir, dass Menschen, Über- und Halbwesen einen Weg finden, zusammen zu leben. Selbst als Halbwesen kommt man sich schon irgendwie ... falsch vor. Nicht richtig Mensch, noch keine Hexe. In den Götterbergen habe ich ein paar Überwesen kennengelernt, die einen bemühen sich um ein gutes Auskommen mit den Menschen, die anderen sehen die Verehrung durch die Menschen als Selbstverständlichkeit. Oder auch in meiner Gegenwart: es gibt kaum noch freie Überwesen, dafür hat Dante mit seinen Nachkommen gesorgt; die Hexenjäger jagen uns. Ich war ihnen ja auch schon vor die Flinte gelaufen ... Es könnte anders sein. Und ich hoffe, dass ich irgendwie meinen Teil dazu beitragen kann. Auch wenn ich im Moment nicht weiß, wie ich das anstellen soll.

- Und du, Chronius?

+ So selbstlos wie bei ihm ist das bei mir nicht. Ich hätte gern die Anerkennung, die mir zusteht. Vielleicht auch ein Tempel, wenigstens ein Schrein ... Na ja ... und ich will Janus gern helfen. Ich denke, dass noch viel vor uns liegt und allein schafft das keiner von uns.

 

- Jetzt noch die letzte Frage: Wie siehst du die Zukunft?

* Na erfolgreich, wenn auch anstrengend.

- Und Chronius? Noch ein paar weise Worte zum Abschluss?

+ Weise Worte? Seit wann traust du mir denn sowas zu? Aber ja, ich sehe das ähnlich wie Janus. Ich habe das Gefühl, dass es in nächster Zeit nicht leichter wird, aber wir packen das.

 

 

 

 

 


Interview

KP: Heute zum Feiertag und Splitterdienstag habe ich endlich meinen Lieblingszeithexer bei mir. Ist ganz schön schwer geworden, dich mal zu erwischen!
J: Jaaaa ... Ich versuch ja schon, regelmäßig Besuche einzuplanen. Aber du stehst in letzter Zeit auch ganz schön unter Strom ...
KP: Das stimmt wohl ... Jetzt bist du aber erstmal dran, den Followern hier auf der Seite mal ein bisschen was von dir zu erzählen. Bist du bereit?
J: Na klar!
KP: Dann stell dich bitte kurz vor und was du so machst.
J: Hallo, ich bin Janus, seit einigen Monaten Zeithexer und deswegen mit Dämon unterwegs. Bin 21 und eigentlich studiere ich. Aber das Zeitreisen hat mich im Moment voll im Griff!
KP: Also spare ich Fragen zum Studium mal aus?
J: Besser wäre es. *lacht* Aber die Prüfungen habe ich alle bestanden. Habe mir vorhin mal die Ergebnisse angesehen.
KP: Dann bleiben wir mal beim Zeitreisen: Was macht dir daran besonders Spaß?
J: Ich denke das, was jedem daran Spaß machen würde. Es ist total spannend historische Ereignisse mit eigenen Augen zu sehen. Ich habe zwar auch viel über die catarctische Geschichte gelernt und gelesen, aber es ist wirklich etwas ganz anderes dabei zu sein.
KP: Willst du etwas Bestimmtes vielleicht spoilern?
J: Ich hab die Erlaubnis zum Spoilern?! Oh wow ... aber nein. Nein, ich spoiler nicht. Aber es ist echt was passiert in letzter Zeit.
KP: Ach Janus, du bist ein guter Protagonist. Ich wette mit Chronius wird dieses Gespräch anders ausfallen.
J: Oh ja! Er quasselt jetzt schon immer frech dazwischen, aber das kannst du ja nicht hören.
KP: Schade ... na gut, nächste Frage: Was ist dein Lieblingsgenre bei Büchern oder Filmen?
J: Historische Romane, Abenteuer, Fantasy ... im Grunde all das, was mich irgendwie unbewusst aufs Hexenleben vorbereitet hat.
KP: Worauf bist du stolz?
J: Mh ... solche Fragen zu beantworten, fällt mir immer schwer. Ich bin stolz auf meine Fähigkeiten und auf die Freundschaft, die ich mit Chronius habe. Ja ... nächste Frage bitte.
KP: Im Gegensatz zu den meisten Hexen bist du ja noch recht jung, aber gibt es eine Entscheidung, die du gern rückgängig machen würdest?
J: Oh Mann! Noch so eine Frage! Also ... vor ein paar Wochen habe ich echt darüber nachgedacht, ob das mit dem Hexersein so eine gute Idee war. Da war mir wirklich alles zu viel geworden, gerade auch das mit Phobos und der Träumer war manchmal so ein ... Halt! Ich wollte ja nicht Spoilern! Jedenfalls hatte ich darüber nachgedacht. Aber keine Sorge, das war nur eine Phase!
KP: Das ist wie mit dem Schreiben ... Aber dann geht es sowieso nicht ohne – oder wie bei dir kannst du ja sowieso nicht mehr zurück.
J: Ja, das wäre schwierig. Und nein, das will ich wirklich nicht. Dafür sind die Fähigkeiten viel zu cool und Chronius ein wunderbarer Zeitgenosse.
KP: Freut mich zu hören! Kommen wir zur letzten und spaßigen Frage: Wenn du ein Tier sein könntest, welches wärst du?
J: *grinst in sich hinein*
KP: Dazu hat Chronius wohl auch eine Meinung?
J: Er sagte, ich wäre bestimmt gern eine Kuh – den Blick hätte ich schon drauf.
KP: Freundlich wie immer. *lacht*
J: Wenn ich aber selbst die Wahl hätte, dann wäre ich gern ... ein Wal.
KP: Wieso das?
J: Ich stelle es mir schön vor, durch den großen Ozean zu schwimmen, ganz entspannt, weil die meisten können mir sowieso nichts und dabei so alt zu werden, dass ich vieles miterlebe. Die Tiere faszinieren mich irgendwie. ... Chronius ist trotzdem der Meinung, dass Kuh besser passen würde. *verdreht die Augen*
KP: Von der Meinung wirst du ihn auch nur schwer abgekommen! Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast!
J: Gern geschehen! Schreib einfach eine Nachricht, wenn du mich mal wieder brauchen solltest, irgendwann lese ich die schon.
KP: Na klar! Für euch Leser gibt’s auch heute ein kleines Musikstück, das ich mit Janus verbinde. Und für den Fall, dass euch auch mal eine bestimmte Frage zu einer bestimmten Person unter den Nägeln brennt, könnt ihr die gern bei mir loswerden und mit etwas Glück wird sie auch beantwortet!
Habt eine gute Woche! Eure Katharina