Der Dreiköpfige Adler

Interview

KP: Da bin ich wieder mit meiner kleinen Interviewrunde zum Splitterdienstag. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und euch neben den Hauptpersonen meiner Geschichte auch ein paar Nebencharaktere vorstellen. Heute ist der Dreiköpfige Adler bei mir. Stellt euch bitte kurz vor!
R: Guten Tag, ich bin Reinmar, bin 195 Jahre alt und unterstütze Unternehmensgründungen.
C: Ich bin Conrad. Bin mit 190 der Jüngste von uns und arbeite in einer Anwaltskanzlei.
D: Mein Name ist Ditmarus. 191 Jahre alt und arbeite in einer IT-Firma.
KP: Ihr seid also schon aus den Jahrgängen, die Samsara nicht mehr gekannt haben?
R: Richtig. Wir haben hauptsächlich bei Phobos gelernt.
D: Den Umgang mit den Luftgeistern dann mit Jade.
KP: Könnt ihr kurz erklären, warum ihr euch so ähnlich seid? Seid ihr Geschwister?
R: Nein, wir sind eigentlich nicht verwandt und hatten, bevor wir zu den Hexen kamen auch überhaupt nichts miteinander zu tun. Wir sahen uns nur etwas ähnlich.
D: Dass wir uns nach der Bindung fast gleich entwickelt haben, liegt an unseren Geistern. Das sind Geschwister.
KP: Hattet ihr schon immer einen Hang zur Luft oder musstet ihr euch erst mit den Geistern anfreunden?
D: Am Anfang war es zumindest für mich schwierig gewesen. Wir kannten Jade und auch schon andere Lufthexen, aber bei jedem war die Umwandlung anders verlaufen. Ich muss sagen, dass ich Angst hatte, was der Geist mit mir machen würde.
R: Das lag auch an den Erdhexen, die du gesehen hattest, stimmt’s?
D: Ja genau. Die Umwandlung der Beine ist sehr schmerzhaft – das haben wir alle drei dann ja auch durch. *wackelt mit seiner Adlerklaue*
KP: Ja, mir hat es gereicht bei Samsara dabei zu sein, als sich ihre Beine verändert haben. Das hat auch Janus sehr mitgenommen.
C: Das hat es immer. Egal bei wem, Janus hat irgendwie immer mitgelitten.
KP: Wie findet ihr es jetzt, Lufthexer zu sein?
R: Das war von Anfang an ein Segen. Wer will schon nicht fliegen können?
C: Es hilft beim Nachdenken. Wenn ich einen schwierigen Fall habe, dann fliege ich, um den Kopf freizubekommen.
D: Ich mag meine Fähigkeiten auch sehr. Allerdings war für mich, als wir mehr auf die Menschen zugegangen sind, schwierig. Ich hatte den Eindruck, immer besonders angestarrt zu werden. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt.
KP: Kann ich verstehen. So ... ich weiß, das ist nicht so euer Wohlfühlgebiet, aber eine Spaßfrage muss sein: *skeptische Blicke von Seiten der Herren* Wenn ihr eine Musikrichtung wärt, welche wäre es?
R: Klassik.
C: Klassik.
D: Vielleicht ... mh ... Klassik.
KP: Da seid ihr euch also einig – allerdings macht ihr an sich selten den Eindruck, euch uneinig zu sein.
*mildes Lächeln*
Na schön, ihr müsst bestimmt gleich wieder an eure Schreibtische – danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt!
R: Aber selbstverständlich.
D: Gern geschehen.
C: Ja, war sogar ganz nett.
KP: Und wie letzte Woche habe ich auch ein kleines Musikstück für euch auf die Ohren. Bis nächste Woche und ihr dürfte wieder gespannt sein, wer sich dann bei mir blicken lässt.