Interview

KP: Zum Splitterdienstag habe ich die größte Illusionistin der Hexen bei mir. Hallo Cathrin van Helsing. Stellen Sie sich bitte vor?
C: Konkan grüßt. Meine Mutter gab mir den Namen Cathrin, ich bin vom Blut der van Helsing, einer angesehenen und reichen Adelsfamilie der Götterwiege und des frühen Cataractas. Ich bin die letzte meines Namens.
KP: Eine Frage, die die meisten wahrscheinlich am meisten unter den Nägeln brennt: Warum sprechen Sie so?
C: Es ist die Sprache meiner Vorfahren. Nur der Adel sprach derart und ich bewahre es als Andenken. Ebenso wie die Buchsammlung meines Vaters.
KP: Sie sind die beste Illusionistin der Hexen und Lehrerin. Haben Sie auch Illusionshexen ausgebildet?
C: Nein. Ich bemühte mich um eine umfangreiche Allgemeinbildung für jede Hexe. Illusionisten bildete ich nie aus. Es ist mühsam und ich kann kaum jeden ertragen. Janus war ein angenehmer Schüler. Ich genoss seine Gegenwart.
KP: Warum haben Sie sich lange als Eishexe ausgegeben?
C: Ein Illusionist lebt vom Trugbild seiner Selbst. Mein wahrer Vater war ein Wassergeist aus den Gletschern im Gebirge. Kylja, meine Halbschwester, hat mehr von ihm, doch mir war nur der Hang zum Wasser gewährt. Eine gute Voraussetzung für die Anwendung von Illusionen. Doch ohne den Beistand meines Dämons wären all die Zauber kaum denkbar. Allerdings muss ich darum bitten, das Gespräch dem Ende neigen zu lassen.
KP: Ohja, natürlich. Ihre Zeit ist ja begrenzt. Dann würde ich gleich zur »exotischen« Frage übergehen: Wenn Sie ein Buch wären, was für eins wäre es?
C: Eines, dass auf jeder Seite eine andere Geschichte erzählt und erst im letzten Wort offenbart, was es wahrlich ist.
K: Besser hätte das Schlusswort nicht sein können. Danke, dass Sie hier waren! Für euch gibt es auch wieder etwas zu hören und ich finde, dass das Stück gerade auch durch das Musikvideo sehr gut passt. Bis nächste Woche.